Die selbstständige Aktivität

Die selbstständige Aktivität der Kinder spielt unserem Konzept eine ganz zentrale Rolle. Durch Erproben von Situationen in seinem ganz eigenen Rhythmus sammelt Ihr Kind Erfahrungen, die zu einer harmonischen motorischen Entwicklung beitragen. Dies bildet die Grundlagen jeglicher geistigen Entfaltung. Durch die selbstständige Aktivität und die sichere Bindung an die betreuende Person formen sich die Eigenschaften, die Ihr Kind dazu befähigen, sich engagiert in eine Situation einzubringen und Grundstrukturen für Verantwortlichkeit und Kreativität anzulegen.

Wird die Entwicklung eines Kindes von außen gesteuert oder initiiert, verbleibt es in einer Abhängigkeitssituation. Bei LUMI legen wir daher Wert darauf, die Kinder zunächst einmal wahrnehmend zu begleiten. So ermöglichen wir den Kindern, ihre eigene Entwicklung in den Vordergrund zu stellen und ihrem eigenen Lebensplan zu folgen. Das hat zur Folge, dass die Kinder aus der Freude heraus aktiv werden können, sich selbst auszuprobieren.

Die Bewegungsinitiative Ihres Kindes wird bei LUMI stets indirekt unterstützt, und das geschieht auf dreierlei Wei

  1. Wir stellen ihm eine Vielzahl von Material zur Verfügung, das seinen Neigungen und Möglichkeiten entspricht.

  2. Der individuelle Rhythmus, in dem Ihr Kind seine motorischen, sprachlichen und sozialen Fertigkeiten erwirbt, wird unbedingt respektiert. Abgesehen von auffälligen Verzögerungen ist das Alter, in dem einzelne Schritte vollzogen werden, ohne besondere Bedeutung. Vielmehr zählt, dass jeweils eine Fähigkeit auf eine andere folgt und dass die zuerst Erprobte erst vollständig erworben sein muss, um eine solide Grundlage für den jeweils nächsten Schritt zu bilden. Nur die Basis wirklicher Beherrschung einzelner Fähigkeiten erlaubt es Ihrem Kind, sich in aller Sicherheit und ohne Furcht zu entwickeln.

Aus diesem Grund wird kein Kind in eine Situation gebracht, die es allein noch nicht beherrscht (Beispiel: Es wird nie aufgesetzt, solange es sich nicht von allein aufsetzen kann).

  1. Wir würdigen den Erfolg des Kindes von Zeit zu Zeit mit anerkennenden Worten und helfen ihm so, sich seiner Leistungen bewusst zu werden.


Während der Erwachsene in der Spielzeit eine passiv unterstützende Rolle gegenüber dem Kind einnimmt, hat er bei der Pflege (Wickeln, Füttern, An- und Ausziehen) eine aktive Rolle. Hier geht es in erster Linie um die bewusste Begegnung zwischen dem Kind und dem begleitenden Erwachsenen.

Beispiel: Bevor Ihr Kind gewickelt wird, wird ihm gesagt, was jetzt mit ihm geschieht. Es wird altersgerecht aufgefordert aktiv mitzuhelfen, z.B. ein Bein hinzustrecken oder den Socken auszuziehen. Dabei wird dem Kind kein Spielzeug gereicht um den Prozess zu beschleunigen. Es soll hingegen spüren können, dass seine Mitarbeit gewünscht und gewollt ist.

So entsteht im Kind ein Gefühl für die eigene Bedeutung im Miteinander. Durch die ganz konkrete persönliche, emotionale Zuwendung kann es eine stabile, durch die Pflege immer wiederkehrende, sichere emotionale Beziehung zu der Bezugsperson aufbauen.

Elternreferenz

Mutter von Fedor:

Frau Röckle hat rasch einen Bezug zu unserem Sohn Fedor aufgebaut, so dass Fedor Vertrauen zu ihr bekam und sie voll as Bezugsperson akzeptiert und liebgewonnen hat. Frau Röckle schafft eine wohltuende Atmosphäre in der unser Fedor ausgelassen spielen, singen, herumtollen, aber auch für sich sein kann. Mit ihrem Blick und guten Gespür für die Befindlichkeit und das Bedürfnis eines jeden Kindes hat Frau Röckle die Entwicklung von Fedor in jeder Hinsicht unterstützt und gefördert.